Ausdauer und Präzision im Operationssaal

Im Operationssaal herrscht keine Bewegung im klassischen Sinne. Ärzte sowie chirurgische Teams arbeiten häufig über viele Stunden in nahezu unveränderten Körperhaltungen. Besonders bei offenen Operationen, minimalinvasiven Eingriffen oder bildgestützten Verfahren entstehen statische Belastungssituationen, die den gesamten Bewegungsapparat beanspruchen.

In Fachbereichen wie der Gefäßchirurgie, Orthopädie, Viszeralchirurgie, Radiologie oder Endoskopie kommen zusätzlich lange Eingriffszeiten hinzu – oft bei gleichzeitig höchster Konzentration und feinmotorischer Präzision. Der Körper wird dabei selbst zum stabilisierenden
Element der medizinischen Arbeit.

Mit zunehmender OP-Dauer steigt die körperliche Belastung insbesondere für:

  • Lendenwirbelsäule (LWS) durch Vorneigung über den OP-Tisch
  • Zervikothorakaler Übergang (Nacken-Schulter-Bereich) durch statische Kopfhaltung
  • Paravertebrale Muskulatur durch dauerhafte Haltearbeit  
  • Schultergürtelmuskulatur bei präzisen Instrumentenführungen
  • Untere Extremitäten durch lange Standzeiten im OP-Saal

Diese Belastungen wirken sich nicht nur auf den Körper aus, sondern auch auf zentrale Leistungsparameter im OP: Konzentrationsfähigkeit,
sensomotorische Kontrolle und feinmotorische Präzision.

Video laden:

Wie Exoskelette Ärzte und Chirurgen im OP unterstützen

Exoskelette sind körpergetragene Assistenzsysteme, die biomechanische Lasten im muskuloskelettalen System gezielt umverteilen. Sie reduzieren statische Muskelarbeit und unterstützen die aufrechte sowie stabilisierte Körperhaltung während langandauernder Eingriffe.

Wichtig ist dabei: Sie greifen nicht in den chirurgischen Workflow ein, sondern unterstützen ausschließlich die körperliche Ebene der Arbeit.

Dadurch ergeben sich:

  • Reduktion der statischen Muskelaktivität (insbesondere Rücken- und Schulterstreckmuskulatur)
  • Entlastung der paravertebralen Muskulatur bei flexionsgeprägten OP-Haltungen
  • Verringerung axialer Belastung auf die Lendenwirbelsäule
  • Reduktion der muskulären Daueranspannung im Schulter-Nacken-Komplex
  • Stabilisierung der posturalen Kontrolle während präziser Eingriffe

Das Ziel ist klar: Ergonomische Unterstützung ohne Einschränkung der chirurgischen Präzision oder Bewegungsfreiheit. Speziell für langandauernde Stehtätigkeiten können Lösungen wie der Chairless Chair einen zusätzlichen Beitrag zur Entlastung leisten. Durch seine sitzähnliche Unterstützung werden Beine, Knie und Rücken entlastet, während die volle Bewegungsfreiheit und die Anforderungen des chirurgischen Arbeitsalltags erhalten bleiben.

In der Praxis bewährt

Auch im klinischen Alltag hat sich der Chairless Chair bereits bewährt. Das nebenstehende Video zeigt Prof. Dr. Kaisidis, Chefarzt der Klinik für Schulterchirurgie vom Roten Kreuz der Frankfurter Rotkreuz-Kliniken und erläutert, warum der Chairless Chair bei langandauernden operativen Eingriffen eine sinnvolle ergonomische Unterstützung ist.
Weitere Einblicke finden Sie auf den Instagram- und TikTok-Kanälen von @prof.dr.kaisidis

Reduktion muskuloskelettaler Belastungen im OP

Insbesondere statische Haltearbeit im OP führt zu einer erhöhten Aktivierung der Rückenstreckmuskulatur (M. erector spinae). Dies resultiert in zunehmender Ermüdung und einer kontinuierlich steigenden muskulären Belastung über die gesamte Operationsdauer hinweg.

Exoskelette können hier je nach Ausführung biomechanisch entlastend wirken durch:

  • Reduktion der Muskelaktivität im Bereich der autochthonen Rückenmuskulatur
  • Verringerung von Kompressions- und Scherkräften auf die Wirbelsäule
  • Entlastung der unteren Extremitäten bei langem Stehen
  • Senkung der subjektiven Belastungswahrnehmung während
    OPs

Gerade bei langandauernden Eingriffen in der Viszeralchirurgie, Orthopädie oder Neurochirurgie kann dies zu einer deutlich stabileren körperlichen Belastungssituation führen. Durch die Reduktion statischer Muskelarbeit können Exoskelette auch dazu beitragen, die Ermüdungsprozesse zeitlich zu verzögern.

Für den industriellen Alltag entwickelt

Eine stabile Körperhaltung ist eine Grundvoraussetzung für präzises Arbeiten im Operationsfeld. Bereits geringe muskuläre Instabilitäten können sich auf feinmotorische Abläufe auswirken.

Exoskelette unterstützen die posturale Stabilität durch biomechanische Entlastung und gleichmäßige Lastverteilung.

Dies führt zu:

  • verbesserter körperlicher Stabilität während langandauernder Eingriffe
  • konstanterer Haltungskontrolle im Schulter- und Rumpfbereich
  • Unterstützung feinmotorischer Präzisionsarbeit im OP-Feld
  • Reduzierter körperbedingter Mikroermüdung bei sensiblen Eingriffen  

Exoskelette im Operationssaal testen

Jeder Operationssaal und jede Fachrichtung stellt unterschiedliche Anforderungen an Ergonomie und körperliche Belastbarkeit. Deshalb ist es wichtig, die passende Lösung unter realen Bedingungen zu bewerten.

Sie möchten erfahren, wie Exoskelette Ärzte und chirurgische Teams bei langen Eingriffen unterstützen können? Rufen Sie uns an oder kontaktieren Sie uns für eine persönliche Beratung. Gemeinsam besprechen wir die Einsatzmöglichkeiten in Ihrem klinischen Umfeld und zeigen Ihnen, welche Lösung für Ihre Anforderungen geeignet ist.

Selbstverständlich sind auch Testphasen möglich, damit Sie die Vorteile eines Exoskeletts direkt im Arbeitsalltag erleben können.

Jetzt unverbindlich beraten lassen und Exoskelett testen.